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KfW-Förderung beantragen: Schritt für Schritt

Kurz gesagt

Sie stellen den Antrag selbst im Portal „Meine KfW“, und zwar bevor die Arbeiten beginnen. Dafür brauchen Sie einen unterschriebenen Vertrag mit dem Fachbetrieb, der unter der Bedingung der Förderzusage steht, und die „Bestätigung zum Antrag“ (BzA). Ausgezahlt wird nach Abschluss der Arbeiten, sobald Sie die Nachweise hochgeladen haben.

vor BeginnAntrag stellen, bevor die Arbeiten beginnen
36 MonateZeit für die Umsetzung ab Zusage
6 MonateFrist, um nach Abschluss die Nachweise hochzuladen (laut Zusage)

Die richtige Reihenfolge

Die Reihenfolge entscheidet über die Förderung. Beratung und Planung dürfen vor dem Antrag stattfinden. Als Vorhabenbeginn gilt dagegen der Abschluss eines Liefer- oder Leistungsvertrags für die Ausführung. Deshalb wird der Vertrag mit einer Bedingung geschlossen: Er wird erst mit der Förderzusage wirksam (aufschiebend) oder entfällt, falls die Zusage ausbleibt (auflösend).

  • 1. Angebot einholen und Fachbetrieb auswählen
  • 2. Vertrag mit aufschiebender oder auflösender Bedingung der Förderzusage unterschreiben, mit voraussichtlichem Umsetzungsdatum
  • 3. Fachbetrieb oder Energieeffizienz-Experte erstellt die Bestätigung zum Antrag (BzA) mit 15-stelliger ID
  • 4. Antrag im Kundenportal „Meine KfW“ stellen
  • 5. Nach der Zusage: Wärmepumpe einbauen lassen (innerhalb von 36 Monaten)
  • 6. Nachweise hochladen, dann Auszahlung

Diese Unterlagen brauchen Sie

Für den Antrag und den späteren Nachweis fragt die KfW je nach Bonus unterschiedliche Dokumente ab. Legen Sie sie am besten früh bereit.

  • Vertrag mit dem Fachbetrieb (mit Bedingung der Förderzusage)
  • BzA-ID vom Fachbetrieb oder Energieeffizienz-Experten
  • Für den Einkommens-Bonus: Steuerbescheide des zweiten und dritten Jahres vor Antrag
  • Grundbuchauszug als Eigentumsnachweis
  • Nach Abschluss: Rechnungen, Zahlungsnachweise und die Bestätigung nach Durchführung (BnD)
  • Für Wärmepumpen: Nachweis des hydraulischen Abgleichs und der Jahresarbeitszahl

Auszahlung

Nach dem Einbau bestätigt der Fachbetrieb oder Experte die fachgerechte Umsetzung (BnD). Sie laden diese Bestätigung zusammen mit Rechnungen und Zahlungsnachweisen in „Meine KfW“ hoch. Die Frist dafür steht in Ihrer Zusage; die KfW nennt sechs Monate. Nach der Prüfung zahlt die KfW den Zuschuss auf Ihr Konto aus.

Typische Fehler vermeiden

Die meisten Probleme lassen sich mit etwas Vorbereitung sicher umgehen.

  • Vertrag erst mit Förder-Bedingung unterschreiben – ein normaler Auftrag zählt bereits als Vorhabenbeginn
  • Umsetzungsdatum im Vertrag innerhalb des Bewilligungszeitraums wählen
  • Für den Klimageschwindigkeits-Bonus die alte Heizung fachgerecht demontieren und entsorgen lassen
  • Steuerbescheide der richtigen Jahre bereithalten
  • Für dieselbe Maßnahme entweder den KfW-Zuschuss oder die Steuerermäßigung nach § 35a/§ 35c EStG wählen – die Richtlinie erlaubt nur eines von beiden

Am Anfang steht ein Angebot mit Förder-Bedingung. Berechnen Sie Ihren möglichen Zuschuss und fordern Sie ein Angebot an, mit dem Sie den Antrag stellen können.

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